Welches ätherische Öl Sie wählen, hängt vom jeweiligen Zweck ab – soll es Ihre Stimmung heben oder brauchen Sie etwas zur Behandlung einer Verbrennung? Es gibt keine definitive Liste, die angibt, welches ätherische Öl man zur Behandlung welcher Krankheit verwendet. Während zum Beispiel die ätherischen Öle von Lavendel, Kamille, Basilikum und Weihrauch im Allgemeinen eine beruhigende Wirkung haben und bei Angstzuständen helfen können und Bergamotten- und Pfefferminzöl anregend wirken und Menschen mit Depressionen helfen können, ist dies etwas individuell. Sie müssen also proaktiv vorgehen und mit qualifizierten Aromatherapeuten oder anderen Personen mit einer Ausbildung in der Verwendung von ätherischen Ölen sprechen und Forschung betreiben.

Ein guter Anfang ist ein Buch über therapeutische Aromatherapie. Es gibt viele gute Bücher. Finden Sie eines finden, das Ihren Bedürfnissen entspricht.

Achten Sie bei jedem ätherischen Öl und jeder Anwendungsmethode auf Vorsichtsmaßnahmen. Wir geben in diesem Abschnitt einige Tipps und Beispiele, aber es ist wichtig, die Öle richtig zu verdünnen, Ihre individuellen Reaktionen zu berücksichtigen und genau auf unerwünschte Wirkungen zu achten.

Wie verwende ich ätherische Öle?

Ätherische Öle gelangen hauptsächlich auf drei Arten in den Körper: durch Auftragen auf die Haut, durch Einatmen oder durch Verschlucken. Bei jeder dieser Methoden gibt es viele verschiedene Arten der Anwendung. Sie können ätherische Öle zum Beispiel topisch auftragen, indem Sie Kompressen, Sprays, Bäder verwenden oder sie in die Haut einmassieren.

Wie wähle ich eine Methode zum Auftragen von ätherischen Ölen aus?

Die gewählte Applikationsmethode hängt von der gewünschten Wirkung und dem gewählten ätherischen Öl ab. Einige ätherische Öle sind beispielsweise aufgrund ihrer chemischen Zusammensetzung hautreizend. Diese müssten stärker verdünnt werden oder könnten besser durch Inhalation verwendet werden.

Wenn Sie ein ätherisches Öl gekauft haben, hängt die Anwendungsmethode von der zu behandelnden Erkrankung und dem gewünschten Effekt ab. Einige Tipps:

Bei der Wundpflege handelt es sich meist um topische Anwendungen.

Die Auswirkungen auf die Stimmung sind entweder durch Inhalation oder durch topische Anwendung behandelbar. Für eine schnelle Wirkung sollte man die Inhalation verwenden.

Die Bäder beinhalten sowohl Inhalation als auch topische Absorption.
Hinweis: Wenn Sie sich nicht sicher sind, welche Anwendungsmethode bei ätherischen Ölen anzuwenden ist, wenden Sie sich an einen qualifizierten Aromatherapeuten.

Wie wende ich ätherische Öle topisch an?

Ätherische Öle können mit einer Vielzahl von Techniken auf die Haut aufgetragen werden. Es ist wichtig zu beachten, dass die meisten ätherischen Öle nicht direkt auf die Haut aufgetragen werden können, ohne verdünnt zu werden.

Welches Trägeröl sollte ich verwenden?

Gängige Trägeröle sind oft in Naturkostläden oder in Geschäften erhältlich, die sich auf natürliche Bade- und Körperprodukte spezialisiert haben. Bio- und kaltgepresste Trägeröle werden bevorzugt, und Beispiele sind süßes Mandelöl, Aprikosenkernöl, Traubenkernöl, Jojobaöl oder Avocadoöl. Diese Öle haben keinen starken Eigengeruch. Sie sollten bis zur Verwendung gekühlt aufbewahrt und bei ranzigem Geruch entsorgt werden. (Öle sind in der Regel gekühlt etwa ein Jahr haltbar).

Für die Wundpflege wäre ein ideales ätherisches Öl hautschonend und antimikrobiell. Einige ätherische Öle können auf unterschiedliche Weise verwendet werden. Zum Beispiel kann echtes ätherisches Lavendelöl (Lavandula angustifolia) auf der Haut bei Schnittwunden und leichten Verbrennungen Wunder wirke, und es kann eingeatmet werden, um Entspannung und Schlaf zu fördern. Lavendel ist eines der wenigen ätherischen Öle, das unverdünnt auf kleinen Hautpartien Anwendung findet.

Welche Techniken gibt es?

Komprimieren

Das ätherische Öl wird in einem flüssigen Träger (Wasser oder Öl) verdünnt und auf einen Verband oder direkt auf die betroffene Stelle aufgetragen. Wahlweise ist Wärme oder Kälte anwendbar.

Zum Beispiel kann man einige Tropfen des ätherischen Öls aus Ingwer (Zinziber officinalis) in angenehm heißes Wasser geben und mischen, um das Öl zu zerstreuen. Dann kann man ein Tuch in die Lösung tränken und auf ein steifes Gelenk legen. Zusätzliche Wärme kann man nach Belieben anwenden.

Gurgeln

Tropfen ätherisches Öl werden dem Wasser hinzugefügt. Man mischt, gurgelt die Lösung und spuckt sie aus. Schlucken Sie sie NICHT. Zum Beispiel kann ein Tropfen Teebaumöl in einem Glas Wasser bei Halsschmerzen gegurgelt werden.

Baden

Tropfen ätherischer Öle werden dem Badewasser unmittelbar vor dem Eintritt in das Bad in einem Dispersionsmittel zugesetzt. Diese Methode führt zu einer Absorption durch die Haut sowie zur Inhalation des verflüchtigten ätherischen Öls. Einige wenige Esslöffel Vollmilch kann man als Dispergiermittel verwenden.

Denken Sie daran, dass ätherische Öle nicht wasserlöslich sind. Daher schwimmen sie auf dem Wasser. Die Haut, die durch das Öl hindurchgeht, ist dem ätherischen Öl in voller Stärke ausgesetzt. Badesalze können auch zum Dispergieren von ätherischen Ölen nutzbar sein. Eine entspannende Badebasis kann man durch Mischen von einem Teil Backpulver, zwei Teilen Bittersalz und drei Teilen Meersalz herstellen. Geben Sie sechs Tropfen echtes ätherisches Lavendelöl in etwa zwei Esslöffel dieser Mischung und mischen Sie es kurz vor dem Eintritt ins Badewasser.

Massage

Einem natürlichen Trägeröl werden Tropfen ätherisches Öl hinzugefügt und mit sanftem Reiben auf die Hautpartien aufgetragen. Wie bereits erwähnt, sollten Massagemischungen für Erwachsene eine Konzentration von 1% der ätherischen Öle (ein Tropfen in einem Teelöffel) nicht überschreiten. Bei Kindern sollte die Konzentration 0,25% bei Säuglingen, 0,5% bei Kleinkindern im Alter von 6 Monaten bis 2 Jahren und 1% bei Kindern ab 2 Jahren nicht überschreiten. Die Wahl der ätherischen Öle für die Massage hängt von der gewünschten Wirkung ab.

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